Strom – Wie viel kostet ein Kilowattstunde Strom in Deutschland?

30 August 2025
Deutsches Wohnhaus am Abend, Licht brennt in den Fenstern, im Vordergrund ein Stromzähler mit hoher Zahl. Im Hintergrund ein Kraftwerk oder Stromleitungen. Die Stimmung ist leicht angespannt, was die steigenden Preise zeigt. Herbsthimmel, hohe Schärfe.

Sie sind nach Deutschland gekommen und haben die ersten Stromrechnungen erhalten? Wir gehen alle wichtigen Punkte durch – von den Kosten pro Kilowattstunde in Deutschland über den durchschnittlichen Verbrauch pro Person und Monat bis hin zum Abschluss eines Stromvertrags. Alles einfach und klar erklärt.

Arten von Anbietern:

  • Grundversorger / Stadtwerke – das ist die Standardoption. Wenn Sie in eine neue Wohnung ziehen und keinen Anbieter auswählen, werden Sie automatisch bei ihnen zum Tarif der Grundversorgung angemeldet. Der Vorteil: Zuverlässigkeit. Der Nachteil: meist teurer.
  • Private und unabhängige Unternehmen – sie konkurrieren mit den lokalen Anbietern, bieten Boni und günstigere Tarife. Wenn Sie sparen möchten, suchen Sie nach deren Angeboten.

Kleine Unternehmen können manchmal in Konkurs gehen, besonders wenn die Strompreise stark steigen. In diesem Fall werden Sie automatisch in den Tarif des örtlichen Grundversorgers überführt – und müssen mehr bezahlen.

Tipp: Überprüfen Sie vor Vertragsabschluss, wie lange das Unternehmen bereits tätig ist und ob es Bewertungen gibt. Das hilft, unnötige Überraschungen zu vermeiden.

Was kostet Strom in Deutschland?

Sie sind nach Deutschland gekommen und fragen sich: „Wie viel werde ich hier für Strom bezahlen?“ – um es gleich vorwegzunehmen: Billig wird es nicht. Hier ist alles etwas anders organisiert als in der Ukraine, und es ist wichtig, einige Dinge zu verstehen, um nicht zu viel zu bezahlen.

  • Preis pro Kilowattstunde + Grundgebühr

Die Rechnung besteht aus zwei Teilen: dem, was Sie tatsächlich verbrauchen (kWh), und einer festen monatlichen Gebühr. Aktuell kostet eine Kilowattstunde etwa 35–39 Cent.

  • Beispiel für eine Familie

Wenn in einer Wohnung 3 Personen leben und 2500 kWh pro Jahr verbrauchen, kostet der Strom 825–925 Euro pro Jahr, plus die Grundgebühr. Fast ein Drittel des Betrags sind Steuern und Abgaben, einschließlich 19 % Mehrwertsteuer.

  • Die Preise hängen stark von der Region ab

Selbst innerhalb eines Landes kann die Rechnung um bis zu 100 Euro pro Jahr variieren. Wenn Sie also eine Wohnung suchen, erkundigen Sie sich nach dem dortigen Anbieter und den Tarifen.

  • Vergleichen Sie die Tarife, bevor Sie einen Vertrag abschließen

Unterschreiben Sie nicht den erstbesten Vertrag. Es gibt unzählige Unternehmen mit Boni, Rabatten und unterschiedlichen Konditionen. Selbst ein Unterschied von 1-2 Cent pro kWh kann Ihnen Hunderte von Euro pro Jahr sparen.

Tipp von einem Auswanderer: Erstellen Sie eine kleine „Vergleichsliste“ mit den Tarifen der lokalen und privaten Anbieter in Ihrer Stadt. Das hilft wirklich zu verstehen, wo es günstiger ist, und nicht automatisch in einen teuren Tarif zu geraten.

Wie viel Strom wird in Deutschland verbraucht?

Hier sind ungefähre reale Zahlen zum Stromverbrauch in Deutschland zur Orientierung:

  • Eine Person – etwa 1500–1800 kWh pro Jahr.

Wenn Sie zum Beispiel in einem Studio-Apartment leben und keinen Wäschetrockner benutzen, machen Kühlschrank und Beleuchtung fast den gesamten Verbrauch aus.

  • Zwei Personen2000-3000 kWh.

Angenommen, ein Paar mietet eine Wohnung und benutzt gelegentlich eine Spülmaschine und eine Waschmaschine – schon steigt der Verbrauch.

Siehe auch: Bestätigung des Diploms | Wie man ein Diplom bestätigt

  • Drei Personen2500-3900 kWh.

Eine Familie mit einem Kind, etwas Elektroheizung, abendlicher Beleuchtung und Multimedia – das summiert sich schnell.

  • Vier Personen4000-4400 kWh. Eine große Familie mit Elektroherd, Waschmaschine und Trockner – die Rechnung ist deutlich höher.

Lifehack:

Wenn Sie einen elektrischen Durchlauferhitzer oder eine Elektroheizung haben, kann die Rechnung sich verdoppeln. Überlegen Sie also im Voraus: Kann man auf einen Gasboiler umsteigen, einen Timer verwenden oder die Geräte nur bei Bedarf einschalten.

  • Beispiel aus dem Leben eines Auswanderers: Eine Übersiedlerin aus der Ukraine schloss sofort einen elektrischen Durchlauferhitzer in der Wohnung an, die sie zu dritt mietete. Nach einem Monat betrug die Rechnung fast 200 Euro, obwohl sie zuvor 70-80 Euro bezahlt hatten. Sie begann einfach, Warmwasser sparsamer zu verwenden – und kehrte bereits nach ein paar Monaten zu einem normalen Niveau zurück.

Wie man in Deutschland für Strom bezahlt

Wenn Sie keinen bestimmten Tarif wählen, werden Sie dem örtlichen Grundversorger zugeordnet.

Der Vorteil: Zuverlässigkeit.

Der Nachteil: oft teurer als bei privaten Anbietern.

Was Sie über Zahlungen wissen sollten:

  • Monatliche Abschlagszahlungen (Abschlag): In der Regel zahlen Sie „im Voraus“, basierend auf Ihrem prognostizierten Verbrauch. Wenn Sie beispielsweise eine dreiköpfige Familie sind, beträgt die Rechnung etwa 70-80 Euro pro Monat, bis eine Jahresabrechnung erfolgt.
  • Jahresabrechnung: Einmal im Jahr prüft der Anbieter den tatsächlichen Verbrauch. Wenn Sie zu viel bezahlt haben, wird Ihnen das Geld zurückerstattet. Wenn Sie zu wenig bezahlt haben, müssen Sie nachzahlen.

Seien Sie vorsichtig mit Schulden!

In Deutschland werden unbezahlte Rechnungen streng geahndet. Selbst eine Schuld von 100 Euro kann zur Stromabschaltung führen.

Sozialleistungen

Wenn Sie Leistungen vom Jobcenter beziehen, decken diese in der Regel nicht die Stromkosten, es sei denn, der Strom wird zum Heizen verwendet. Berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Budgetplanung.

Lifehack für Auswanderer:

  • Wählen Sie sofort einen Tarif, wenn Sie Zeit haben, die Optionen zu vergleichen – das kann Hunderte von Euro pro Jahr sparen.
  • Verfolgen Sie Ihre Abschlagszahlungen und gleichen Sie sie regelmäßig mit dem Zählerstand ab – so werden Sie am Jahresende nicht von einer hohen Nachzahlung überrascht.
  • Wenn Sie mit Mitbewohnern zusammenziehen oder eine WG gründen, klären Sie im Voraus, wer die Rechnung bezahlt, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.

Wie man in Deutschland einen Stromvertrag abschließt

In Deutschland wählen Mieter ihren Strom- und Gasanbieter selbst. Wenn Sie sich nicht im Voraus für einen Anbieter entscheiden, werden Sie automatisch dem örtlichen Grundversorger zugeteilt – zuverlässig, aber meist teurer.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Vertragsabschluss?

Am besten wählen Sie ein Unternehmen und unterzeichnen den Vertrag vor dem Einzug in die Wohnung. So vermeiden Sie die automatische Anmeldung zum teuren Grundversorgungstarif und sparen von Anfang an Geld.

Was wird für den Vertrag benötigt:

  • Vor- und Nachname
  • Adresse der Wohnung
  • Zählernummer
  • Zählerstand bei Einzug
  • Vertragsbeginn (in der Regel der Tag der Schlüsselübergabe)
  • IBAN einer deutschen Bank

Wie der Prozess abläuft:

  1. Sie wählen einen Anbieter – am einfachsten über Vergleichsportale.
  2. Sie füllen das Online-Formular mit Ihren Daten aus.
  3. Sie unterzeichnen und senden den Vertrag ab.

Lifehack:

  • Nach Vertragsabschluss haben Sie ein 14-tägiges Widerrufsrecht, wenn der Vertrag nicht in den Geschäftsräumen des Anbieters geschlossen wurde. Sie können es sich also in Ruhe anders überlegen oder einen anderen Tarif wählen.
  • Bewahren Sie alle Bestätigungen und E-Mails auf – sie werden bei der Jahresabrechnung nützlich sein.

Wie man den günstigsten Stromtarif in Deutschland wählt

Wenn Sie wirklich sparen und nicht zu viel für Strom bezahlen möchten, sollten Sie mehrere Dinge gleichzeitig beachten:

  1. Wie viel Sie verbrauchen

Ihr Tarif sollte Ihrem Jahresverbrauch entsprechen. Wenn Sie beispielsweise allein leben und 1500-1800 kWh verbrauchen, macht es keinen Sinn, einen Tarif für eine große Familie abzuschließen – Sie zahlen sonst zu viel.

  1. Vertragslaufzeit

Meistens werden 12 oder 24 Monate angeboten. Ein kurzer Vertrag gibt Ihnen die Freiheit, den Anbieter zu wechseln, ein langer sichert manchmal den Preis, was bei prognostizierten Preiserhöhungen praktisch ist.

  1. Preisgarantie

Wenn der Tarif eine Preisgarantie hat, ändert sich der Preis pro kWh für einen bestimmten Zeitraum nicht – praktisch für die Budgetplanung.

  1. Bewertungen und Erfahrungen anderer Kunden

Suchen Sie nach echten Bewertungen in Foren oder in Gruppen für Auswanderer.

  1. Vergleichen Sie die Tarife online

Beliebt sind: Verivox.de , Check24.de .

  • Vorteile: Sie können schnell Dutzende von Angeboten vergleichen und Boni finden.
  • Nachteile: Die Portale bewerben nur die Anbieter, mit denen sie zusammenarbeiten, also prüfen Sie auch Alternativen.
  1. Boni bei Vertragsabschluss
  • Sofortbonus – eine Auszahlung nach 3–6 Monaten, normalerweise 50–250 Euro.
  • Neukundenbonus – ein Bonus nach Ablauf des ersten Jahres.

Manchmal machen diese Boni einen Tarif wirklich günstiger.

  1. Ökostrom

Strom aus erneuerbaren Quellen ohne Atomkraftwerke. Kostet oft genauso viel oder sogar weniger als herkömmlicher Strom – plus Sie schonen die Natur.

Tipp für Auswanderer:

Jagen Sie nicht dem billigsten kWh-Preis ohne Garantien und Bewertungen hinterher. Manchmal ist es besser, etwas mehr zu bezahlen, aber sicher zu sein, dass der Anbieter zuverlässig ist und Sie den Bonus auch wirklich erhalten.

Wie man den Stromanbieter in Deutschland wechselt

Wenn Sie feststellen, dass Sie zu viel für Strom bezahlen, ist ein Anbieterwechsel eine wirklich gute Idee. Manchmal kann man so bis zu 850 Euro im Jahr sparen, besonders wenn man im teuren Grundversorgungstarif feststeckt.

So wird es normalerweise gemacht:

  1. Sammeln Sie Ihre Daten. Postleitzahl der Wohnung, ungefährer Jahresverbrauch und der aktuelle Tarif – das reicht aus, um einen neuen auszuwählen.
  2. Suchen Sie einen Tarif auf einem Vergleichsportal. Zum Beispiel Verivox oder Check24. Vergleichen Sie Preise und Boni, um eine wirklich günstige Option zu finden.
  3. Sie unterzeichnen den Vertrag mit dem neuen Anbieter. Normalerweise kündigt der neue Anbieter den alten Vertrag – Sie müssen nichts tun.
  4. Notieren Sie den Zählerstand am Tag des Wechsels. Das ist wichtig für eine korrekte Abrechnung.
  5. Notieren Sie sich im Kalender den nächsten Kündigungstermin. Wenn Sie den Tarif erneut wechseln möchten, verpassen Sie die Frist nicht.

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Lifehack:

  • Das Gesetz garantiert, dass der Strom während des Anbieterwechsels nicht abgeschaltet wird – alles funktioniert ohne Unterbrechung.
  • Manchmal lohnt es sich, den Anbieter direkt vor Aktionen oder Bonuszahlungen zu wechseln — so können Sie noch mehr sparen.

Auch wenn ein Wechsel kompliziert erscheint, dauert er in der Praxis nur wenige Minuten, und die Ersparnis kann beträchtlich sein. Stellen Sie sich eine jährliche Erinnerung ein und überprüfen Sie Ihren Tarif – das spart wirklich Geld.

Problemlösung und Unterstützung

Auch wenn Sie alles richtig gemacht haben, können manchmal Fragen oder Unstimmigkeiten bei Rechnungen und mit dem Anbieter auftreten. Hier ist, was zu tun ist:

  • Die Rechnung ist zu hoch? Kontaktieren Sie sofort den Anbieter. Oft handelt es sich nur um einen Fehler, der schnell korrigiert wird.
  • Probleme beim Anbieterwechsel? Rufen Sie die Hotline des neuen Anbieters an – sie sind verpflichtet zu helfen und zu erklären, was schief gelaufen ist.
  • Wenn die Situation nicht gelöst wird:
    • Sie können sich an die Schlichtungsstelle Energie e.V. wenden – das ist die deutsche Schlichtungsstelle für Energiefragen.
    • Oder an die Bundesnetzagentur – sie reguliert den Markt und schützt die Verbraucherrechte.

Verschieben Sie Fragen nicht auf „später“. Je früher Sie sich mit dem Anbieter oder der Behörde in Verbindung setzen, desto einfacher lässt sich das Problem lösen und Sie vermeiden Überzahlungen.

Fazit und Ratschläge

Bleiben Sie nicht untätig – behalten Sie Ihre Verträge im Auge, überprüfen Sie die Tarife und wechseln Sie rechtzeitig den Anbieter. Ein wenig Zeit und Aufmerksamkeit – und Sie können wirklich Hunderte von Euro im Jahr sparen.

Der Strommarkt in Deutschland ist nicht einfach, aber wenn Sie flexibel und informiert sind, bietet er echte Sparmöglichkeiten. Je früher Sie handeln, desto weniger zahlen Sie zu viel und desto mehr Kontrolle haben Sie über Ihr Budget.

Denys

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