XING oder LinkedIn in Deutschland: Welches Netzwerk passt zur Jobsuche?

30 September 2026
Person bereitet am Schreibtisch die Jobsuche in Deutschland vor

XING und LinkedIn sind die beiden wichtigsten Karrierenetzwerke in Deutschland, doch 2026 sind sie sehr verschieden. XING ist heute eine Jobplattform, LinkedIn zählt im deutschsprachigen Raum über 31 Millionen Mitglieder. Wir zeigen, welches Netzwerk sich für Ukrainer lohnt, wie Sie das Profil auf Deutsch ausfüllen und die Arbeitserlaubnis richtig angeben.

XING und LinkedIn 2026: Was sich verändert hat

Noch vor wenigen Jahren galt XING als das „deutsche LinkedIn“ – ein Netzwerk für Geschäftskontakte, Gruppen und Events. Heute ist es vor allem eine Plattform für die Jobsuche, und LinkedIn ist auch in Deutschland das führende Business-Netzwerk. Wer Arbeit sucht, spart mit der richtigen Plattform Wochen bei der Suche.

Im Folgenden finden Sie aktuelle Zahlen mit Stand September 2026, eine Vergleichstabelle, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Profil auf Deutsch und typische Fehler, wegen derer Recruiter Bewerber übersehen.

Das Wichtigste in Kürze
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LinkedIn hat über 31 Mio. Mitglieder im deutschsprachigen Raum. In Deutschland nutzen es 15 % der Menschen, XING 8 %, laut YouGov im Februar 2026.
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XING ist jetzt ein „Jobs-Netzwerk“: über 1 Mio. Jobs und 20.000 Recruiter. Gruppen und Events wurden bereits im Januar 2023 eingestellt.
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Am besten: ein Profil in beiden Netzwerken. Die Basiskonten sind kostenlos, Bezahltarife lohnen sich nur bei aktiver Suche.
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Der Status nach § 24 AufenthG erlaubt das Arbeiten, der Schutz ist bis 04.03.2028 verlängert. Schreiben Sie ins Profil „Arbeitserlaubnis vorhanden“, aber ohne Dokumentennummern.
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Kein echter Arbeitgeber verlangt, ein Bankkonto zu eröffnen, ein Video-Ident durchzuführen oder ein Passfoto im Chat zu schicken – das ist Betrug.

XING: vom Business-Netzwerk zur Jobplattform

XING gehört der Hamburger New Work SE, deren alleiniger Eigentümer 2025 der Medienkonzern Burda wurde. Bereits am 11. Januar 2023 hat die Plattform Gruppen und den Eventmarkt abgeschaltet, und seitdem steht die Jobsuche im Mittelpunkt. Stellenanzeigen auf XING lassen sich inzwischen sogar ohne Registrierung durchsuchen.

Der Umbau ging mit Stellenabbau einher: Im Januar 2024 kündigte das Unternehmen den Abbau von rund 400 der 1.600 Stellen an, und die IT-Plattform Honeypot wurde eingestellt. XING selbst gibt es aber weiterhin: In seiner App nennt es rund 22 Mio. Mitglieder, über 1 Mio. Jobs und mehr als 20.000 Recruiter. Profile, Kontakte und Nachrichten funktionieren weiter.

LinkedIn: das größte Business-Netzwerk, auch in Deutschland

Nach eigenen Angaben hat LinkedIn weltweit über 1,3 Mrd. Mitglieder und über 31 Mio. im deutschsprachigen Raum. Im Juni 2026 startete LinkedIn den Hiring Assistant auf Deutsch – einen KI-Assistenten, der Recruitern hilft, Kandidaten nach Fähigkeiten statt nur nach Jobtitel zu finden. Für Sie heißt das: Ein vollständig ausgefülltes Profil wird öfter gefunden.

Nutzung in Deutschland, YouGov BrandIndex, Februar 2026
LinkedIn 15 % · XING 8 %
Bis Ende 2021 hatte XING mehr Nutzer, seitdem liegt LinkedIn vorn

XING und LinkedIn im Vergleich: Tabelle

Beide Netzwerke sind in der Basisversion kostenlos, sprechen aber unterschiedliche Zielgruppen an. Die wichtigsten Unterschiede mit Stand September 2026:

KriteriumXINGLinkedIn
FormatJobplattform mit ProfilenBerufliches soziales Netzwerk: Beiträge, Artikel, Jobs
ZielgruppeDeutschland, Österreich, Schweiz; 49 % der Nutzer sind 35-54 Jahre altWeltweit; 52 % der Nutzer in Deutschland sind 25-44 Jahre alt
SpracheOberfläche auf Deutsch und EnglischDutzende Sprachen, Profil in mehreren Sprachen möglich
Signal „offen für Jobs“Jobwünsche – Wunschposition, Gehalt, ArbeitgeberOffen für Jobangebote – nur für Recruiter oder für alle
BezahltarifePremium und ProJobs; im App Store Premium ab 9,99 €Premium Career; im App Store 29,99-39,99 € pro Monat
ZusatzinfosBewertungen und Gehälter von kununuKontakte im Unternehmen, Beiträge von Recruitern, LinkedIn Learning
Am besten geeignet fürDeutschsprachige Fachkräfte, Jobsuche in den RegionenIT, internationale Unternehmen, englischsprachige Stellen

💡 Zu den Preisen: Die App-Store-Preise haben wir am 13. September 2026 geprüft. Auf den Websites beider Netzwerke hängt der Preis von der Laufzeit ab, oft gibt es Rabatte oder einen kostenlosen Probemonat. Den endgültigen Preis sehen Sie erst im eigenen Konto vor dem Bezahlen – vergleichen Sie ihn dort.

Lohnt sich Premium?

Für die meisten Jobsuchenden reicht das kostenlose Konto: Bewerben, Profil ausfüllen und das Signal für Recruiter aktivieren geht ohne Bezahlung. LinkedIn Premium Career bietet unter anderem InMail-Nachrichten an Personen außerhalb Ihres Netzwerks und zeigt, wer Ihr Profil angesehen hat. XING Premium und ProJobs erhöhen die Sichtbarkeit und erweitern die Suchfunktionen. Ein Bezahltarif ist für 1-3 Monate aktiver Suche sinnvoll – und denken Sie daran, die automatische Verlängerung rechtzeitig zu kündigen.

Wo verschiedene Branchen Personal suchen

Wichtig zu wissen: Laut einer YouGov-Umfrage vom Mai 2025 nutzten 83 % der Menschen in Deutschland keines der beiden Netzwerke. Karrierenetzwerke ersetzen klassische Jobbörsen also nicht, sondern ergänzen sie. Wo Sie präsent sein sollten, hängt von Ihrem Beruf ab.

💻 IT, Start-ups, internationale Unternehmen

LinkedIn ist Pflicht. Hier erscheinen englischsprachige Stellen, Recruiter schreiben Kandidaten aktiv an, und das Profil ersetzt in der ersten Runde oft den Lebenslauf.

🏢 Mittelstand, Büro, Buchhaltung, Ingenieurwesen

Beide Profile sind sinnvoll. Mittelständische Unternehmen, besonders außerhalb der Großstädte, schreiben Stellen weiterhin auf XING aus, und die ältere XING-Zielgruppe besteht oft aus Führungskräften und Inhabern.

🔧 Handwerk, Logistik, Pflege, Gastronomie

Hier spielen Karrierenetzwerke eine Nebenrolle. Die meisten Stellen finden Sie in der Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit, bei Indeed, auf Arbeitgeberseiten und über das Jobcenter. Ein Profil auf XING oder LinkedIn schadet nicht, ist aber nicht der wichtigste Kanal.

🎓 Absolventen und Quereinsteiger

LinkedIn – wegen der jüngeren Zielgruppe, der Unternehmensbeiträge und der Einstiegsprogramme. Suchen Sie parallel nach Ausbildung und Praktika bei der Bundesagentur für Arbeit.

Wenn Ihr Deutsch noch am Anfang steht, lesen Sie zuerst, wo man ohne Sprachkenntnisse realistisch Arbeit findet – dazu unser Artikel Wie und wo man in Deutschland Arbeit findet, ohne Deutsch zu sprechen.

Profil auf Deutsch ausfüllen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Recruiter in Deutschland suchen Kandidaten über deutsche Suchbegriffe: „Buchhalterin“, „Elektriker“, „Pflegefachkraft“. Ein Profil nur auf Ukrainisch oder Englisch taucht in der Suche schlicht nicht auf. Das Vorgehen ist in beiden Netzwerken gleich, nur die Bereiche heißen etwas anders.

1

Foto und Überschrift

Die Überschrift ist die Zeile unter Ihrem Namen, die Recruiter zuerst sehen. Schreiben Sie Berufsbezeichnung auf Deutsch + 2-3 Kernkompetenzen + Sprachniveau statt „suche Arbeit“. Das Foto sollte neutral sein und Ihr Gesicht zeigen, keine Urlaubsbilder.

2

Info – kurze Vorstellung

3-5 Sätze: Ihr Beruf, Ihre Berufserfahrung in Jahren, Ihre größten Stärken und die gesuchte Stelle. Ergänzen Sie gern Stadt oder Region und Ihren möglichen Starttermin.

3

Berufserfahrung

Auf XING heißt dieser Bereich Werdegang. Für jede Station: deutsche Berufsbezeichnung, Unternehmen, Ort, Zeitraum und 3-4 Punkte mit Ergebnissen. Ukrainische Firmen kurz erklären: „größter Logistikdienstleister in der Region Lwiw“.

4

Ausbildung und Anerkennung des Abschlusses

Nennen Sie Hochschule oder Schule, Fachrichtung und Abschluss mit deutschem Gegenstück. Wenn Ihr Abschluss bereits anerkannt ist oder das Verfahren läuft, schreiben Sie das unbedingt dazu – wie das geht, erklärt unser Artikel Anerkennung von Abschlüssen in Deutschland 2026: über Berufspraxis.

5

Kenntnisse

Auf LinkedIn können Sie bis zu 100 Kenntnisse hinzufügen, auf XING heißt der Bereich Fähigkeiten. Übernehmen Sie Begriffe aus Stellenanzeigen, die Sie interessieren: Programme, Maschinen, Zertifikate, „Staplerschein“, „DATEV“, „SAP“.

6

Sprachen mit Niveau

Geben Sie ehrlich Ihr Niveau nach GER an: „Deutsch B1“, „Englisch B2“, „Ukrainisch Muttersprache“. Wenn Sie gerade Berufsdeutsch lernen, ergänzen Sie „Berufssprachkurs B2, laufend“ – mehr zu den kostenlosen Kursen im Artikel Berufssprachkurs: kostenloses Berufsdeutsch B2/C1.

7

Signal für Recruiter aktivieren

Auf LinkedIn: Profil anzeigen → „Offen für“ → „Jobangebote“, dann Jobtitel, Ort, Arbeitsmodell und Starttermin angeben. Auf XING füllen Sie die Jobwünsche aus: Suchstatus, Wunschposition, Gehalt und Wunscharbeitgeber.

Beispiele für eine gute Überschrift
✅ Buchhalterin | DATEV, Lohnabrechnung | Deutsch B2 | ab sofort verfügbar
✅ Elektriker | 8 Jahre Berufserfahrung | Deutsch B1 | Raum Leipzig
✅ Frontend-Entwickler | React, TypeScript | Englisch C1, Deutsch B1
❌ „Suche jede Arbeit“ oder „Flüchtling aus der Ukraine“ – der Recruiter erfährt nicht, was Sie können
🌐 Mehrsprachiges Profil auf LinkedIn: Legen Sie das Hauptprofil auf Deutsch an und fügen Sie eine englische oder ukrainische Version als zusätzliches Sprachprofil hinzu. Das geht nur in der Webversion, und LinkedIn übersetzt nichts automatisch – jede Änderung müssen Sie in beiden Versionen pflegen.

Das Profil ersetzt keine Bewerbungsunterlagen, aber die Angaben lassen sich leicht in den Lebenslauf übernehmen. Eine fertige Vorlage finden Sie im Artikel Lebenslaufvorlage auf Deutsch für die Arbeitssuche.

Aufenthaltsstatus und Arbeitserlaubnis im Profil angeben

Viele deutsche Arbeitgeber wissen nicht genau, ob Ukrainer ohne gesonderte Erlaubnis arbeiten dürfen. Ein kurzer Satz im Profil klärt diese Frage schon vor dem Vorstellungsgespräch.

Der vorübergehende Schutz für Ukrainer ist bis zum 4. März 2028 verlängert – durch den Durchführungsbeschluss des Rates der EU 2026/1912 vom 30. Juli 2026. Wer eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG mit dem Vermerk „Erwerbstätigkeit gestattet“ oder eine Fiktionsbescheinigung mit „Erwerbstätigkeit erlaubt“ hat, darf arbeiten, eine Zustimmung der Agentur für Arbeit ist nicht nötig – so erklärt es die Bundesagentur für Arbeit selbst.

Fertige Formulierungen
📄 Im Bereich Info: „Arbeitserlaubnis vorhanden – Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG, Erwerbstätigkeit gestattet.“
📄 Kurz für die Überschrift: „Arbeitserlaubnis vorhanden“ oder „ab sofort verfügbar“
📄 In der Antwort an Recruiter: „Ich habe eine gültige Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG und darf ohne Zustimmung der Agentur für Arbeit arbeiten.“
📍 Zum Wohnort: „Wohnort: Dortmund, umzugsbereit“ oder „nur Raum Hamburg“
⚠️ Veröffentlichen Sie im Profil keine Dokumentenscans, keine Nummer des Aufenthaltstitels, kein Geburtsdatum, keine Wohnadresse und keine Telefonnummer. Im Profil genügt die Information, dass eine Erlaubnis vorliegt. Eine Kopie des Dokuments bekommt der Arbeitgeber erst nach der Zusage, beim Abschluss des Arbeitsvertrags.
⏳ Zur Verlängerung der Dokumente: Die EU hat den Schutz bis 04.03.2028 verlängert, doch wie Deutschland die nationalen Aufenthaltstitel nach dem 04.03.2027 verlängert, ist mit Stand September 2026 noch nicht geregelt. Geben Sie im Profil kein Ablaufdatum Ihres Titels an – das verunsichert Arbeitgeber nur.

Datenschutz: Was andere sehen und wie Sie Ihre Daten schützen

Ein Karriereprofil ist öffentlich und wird nicht nur von Recruitern gelesen. Einige Einstellungen sollten Sie gleich nach der Registrierung prüfen.

Datenschutz-Einstellungen
🔐 LinkedIn und KI: Seit dem 3. November 2025 nutzt LinkedIn Profildaten und Beiträge zum Training generativer KI. Widersprechen können Sie unter Einstellungen → Datenschutz → „Daten zur Verbesserung generativer KI“.
🔐 „Offen für Jobangebote“ auf LinkedIn: Wählen Sie „Nur Personaler:innen“, wenn Sie keinen grünen #OpenToWork-Rahmen möchten. LinkedIn weist aber darauf hin, dass keine absolute Geheimhaltung gegenüber Recruitern Ihres Unternehmens garantiert werden kann.
🔐 Jobwünsche auf XING: Sie können festlegen, wer sie sieht – Kontakte, Recruiter oder alle Mitglieder – und Recruiter einzelner Unternehmen sperren, etwa die Ihres aktuellen Arbeitgebers.
🔐 Kontaktdaten: Telefonnummer und E-Mail nicht öffentlich anzeigen. Recruiter können Sie über die Nachrichtenfunktion erreichen.
❌ Vorsicht vor Jobscamming. Die Verbraucherzentrale warnt: Betrüger nutzen Namen echter Unternehmen und versprechen hohe Gehälter für einfache Tätigkeiten. Brechen Sie den Kontakt sofort ab, wenn der „Arbeitgeber“ eine Ausweiskopie oder ein Selfie per Messenger, ein Video-Ident, ein neues Bankkonto, die Installation unbekannter Software oder eine Vorauszahlung verlangt. Kein seriöses Unternehmen fordert so etwas im Bewerbungsprozess.

Typische Fehler von Ukrainern im Profil

Die meisten Fehler haben nichts mit der Sprache zu tun – sondern damit, dass Recruiter die wichtigsten Infos nicht in 10 Sekunden finden. Prüfen Sie Ihr Profil anhand dieser Liste.

Das sollten Sie vermeiden
❌ Profil nur auf Ukrainisch oder Russisch – deutsche Recruiter finden es in der Suche nicht.
❌ Geschöntes Deutschniveau – beim ersten Telefonat fällt es auf, und das Vertrauen ist weg.
❌ Leere Berufserfahrung oder nur Jobtitel ohne Aufgaben und Ergebnisse.
❌ Lücken im Lebenslauf ohne Erklärung – für 2022-2023 genügt eine Zeile wie „Integrationskurs“ oder „Sprachkurs Deutsch“.
❌ Abweichende Angaben in Profil und Lebenslauf – Positionen und Daten müssen übereinstimmen.
❌ Massenhafte Kontaktanfragen an Fremde ohne persönliche Nachricht – in Deutschland gilt das als Spam.
❌ Profil „auf Autopilot“ – wer Recruitern wochenlang nicht antwortet, verpasst Angebote.

Hat ein Recruiter geantwortet, folgen Anschreiben und Vorstellungsgespräch. Aufbau und Beispiele für das Anschreiben finden Sie im Artikel Anschreiben in Deutschland: Aufbau, Regeln und Beispiele + Vorlagen.

Alternativen: Wo Sie sonst noch Arbeit finden

Karrierenetzwerke sind nur ein Kanal. Richten Sie parallel Job-Alerts auf großen Jobbörsen ein – so verpassen Sie keine Arbeitgeber, die weder XING noch LinkedIn nutzen.

🏛️ Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit

Die staatliche Jobbörse – kostenlos, mit vielen Angeboten in Handwerk, Logistik, Pflege und Produktion. Hier landen auch die Stellen, die Jobcenter und Agentur für Arbeit vermitteln.

🔎 StepStone und Indeed

Die größten kommerziellen Jobbörsen in Deutschland. StepStone hat mehr Büro- und Fachkräftestellen, Indeed sammelt Anzeigen aus vielen Quellen, auch von Karriereseiten der Arbeitgeber.

🌐 Make it in Germany

Das Portal der Bundesregierung für internationale Fachkräfte mit eigener Jobbörse. Hilfreich, wenn Sie auf Englisch suchen und sich über die Anerkennung von Qualifikationen informieren möchten.

🤝 Jobcenter

Wenn Sie Leistungen beziehen, schickt Ihnen das Jobcenter Vermittlungsvorschläge. Wie das funktioniert und wie Sie darauf reagieren, erklärt der Artikel Job über das Jobcenter finden: Vermittlungsvorschlag und Kooperationsplan.

💡 Bewährte Strategie: ein deutsches LinkedIn-Profil als Basis, XING zusätzlich für den Mittelstand oder die Suche in der Region, dazu Job-Alerts in der Jobsuche der BA und bei StepStone. Die Einrichtung dauert einen Abend, danach reichen 15 Minuten am Tag für Antworten an Recruiter und neue Bewerbungen.

Checkliste: Ist Ihr Profil bereit für die Jobsuche?

Prüfen Sie das, bevor Sie das Signal für Recruiter aktivieren
☑️ Plattform passend zur Branche gewählt: LinkedIn, XING oder beide
☑️ Hauptprofil auf Deutsch ausgefüllt
☑️ Überschrift mit Beruf, Kompetenzen und Sprachniveau
☑️ In der Berufserfahrung Aufgaben und Ergebnisse, keine unerklärten Lücken
☑️ Kenntnisse mit Begriffen aus echten Stellenanzeigen ergänzt
☑️ Sprachniveau nach GER und Arbeitserlaubnis ohne Dokumentennummern angegeben
☑️ Offen für Jobangebote aktiviert oder Jobwünsche ausgefüllt
☑️ Datenschutz-Einstellungen und KI-Training geprüft
☑️ Lebenslauf und Anschreiben vorbereitet, passend zum Profil

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Häufig gestellte Fragen

Gibt es XING noch als soziales Netzwerk?

Profile, Kontakte und Nachrichten funktionieren, Gruppen und Events wurden jedoch im Januar 2023 eingestellt. Seit 2023 positioniert sich XING als Plattform für die Jobsuche – als „Jobs-Netzwerk“.

Was ist besser für die Jobsuche in Deutschland – XING oder LinkedIn?

Für IT, internationale Unternehmen und englischsprachige Stellen LinkedIn. Für den Mittelstand und die Regionen lohnt sich zusätzlich XING. Am besten sind kostenlose Profile in beiden Netzwerken.

Was kostet LinkedIn Premium Career in Deutschland?

Im App Store mit Stand 13.09.2026 29,99 € oder 39,99 € pro Monat. Auf der Website hängt der Preis von der Zahlungsweise ab, und neue Nutzer erhalten oft einen kostenlosen Probemonat.

Muss ich für XING bezahlen, um einen Job zu finden?

Nein. Stellen lassen sich sogar ohne Registrierung durchsuchen, Bewerben und Jobwünsche funktionieren mit einem kostenlosen Konto. Premium und ProJobs erweitern nur die Möglichkeiten.

Soll ich im Profil angeben, dass ich den Status nach § 24 habe?

Die kurze Formulierung „Arbeitserlaubnis vorhanden“ genügt. Details – Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG, Erwerbstätigkeit gestattet – können Sie im Bereich Info ergänzen. Dokumentennummern und Scans nicht veröffentlichen.

Sieht mein Arbeitgeber, dass ich einen neuen Job suche?

Wählen Sie auf LinkedIn die Sichtbarkeit „Nur Personaler:innen“ – ohne #OpenToWork-Rahmen, wobei LinkedIn keine absolute Geheimhaltung garantiert. Auf XING können Sie Recruiter bestimmter Unternehmen in den Jobwünschen sperren.

In welcher Sprache fülle ich das Profil aus, wenn mein Deutsch noch schwach ist?

Das Hauptprofil auf Deutsch, auch mit einfachen Sätzen, und mit ehrlichem Sprachniveau. Auf LinkedIn können Sie eine englische Version als zusätzliches Sprachprofil anlegen.

Offizielle Quellen

Hier können Sie die Informationen prüfen
📄 Arbeit für Ukrainer, FAQ für Arbeitgeber: arbeitsagentur.de
📄 Zugang zur Erwerbstätigkeit, § 4a AufenthG: gesetze-im-internet.de
📅 Verlängerung des Schutzes bis 04.03.2028: asyl.net
🔎 Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit: arbeitsagentur.de/jobsuche
📊 YouGov-Analyse zu LinkedIn und XING: yougov.com
🔐 Widerspruch gegen KI-Training bei LinkedIn: datenschutz.hessen.de
⚠️ Gefälschte Stellenanzeigen erkennen: verbraucherzentrale.de
Das Wichtigste, was Sie jetzt tun sollten:

Legen Sie Ihr LinkedIn-Profil auf Deutsch an oder aktualisieren Sie es: Überschrift mit Beruf und Sprachniveau, Berufserfahrung mit Ergebnissen, Kenntnisse aus echten Stellenanzeigen und der Satz „Arbeitserlaubnis vorhanden“. Wenn Sie im Mittelstand oder in der Region suchen, ergänzen Sie ein XING-Profil, aktivieren Sie das Signal für Recruiter und richten Sie Job-Alerts in der Jobsuche der BA ein. Viel Erfolg bei der Jobsuche!

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und beruht auf offiziellen Quellen – Bundesagentur für Arbeit, gesetze-im-internet.de, LinkedIn-Hilfe, YouGov-Daten, Verbraucherzentrale sowie Angaben der Plattformen in den App-Stores – mit Stand September 2026. Funktionen und Preise von XING und LinkedIn ändern sich häufig, prüfen Sie diese daher vor dem Bezahlen in Ihrem Konto. Bei Fragen zu Aufenthaltsstatus und Arbeitserlaubnis in schwierigen Fällen wenden Sie sich an die Ausländerbehörde oder an kostenlose Beratungsstellen.

Denys

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